Berlin, 25. April 2012

Die neu formierte Union Deutscher Jazzmusiker war eines der Hauptthemen auf der diesjährigen Messe jazzahead!.  "Sowohl die einzelnen Gespräche als auch die Stimmung insgesamt haben gezeigt, dass sich Jazz in einem Aufbruch befindet. Und genau den brauchen wir", so Julia Hülsmann, Pianistin und Vorsitzende der Union Deutscher Jazzmusiker. Noch nie zuvor waren so viele Fachbesucher und Aussteller nach Bremen gekommen. "Die Messe Bremen hat hier über die Jahre entscheidende Aufbauarbeit geleistet und die jazzahead! für uns Musikerinnen und Musiker zu einem wichtigen Termin gemacht", so Hülsmann.

 

Allerdings übt die Union Deutscher Jazzmusiker auch Kritik an dem diesjährigen Showcase-Konzept. Durch fehlende Förderung von Seiten des Bundes war es in diesem Jahr nicht möglich gewesen, das seit 2006 erfolgreiche German Jazz Meeting fortzuführen. Stattdessen hatte die Messe mit der German Jazz Expo einen Ersatz finden können, bei dem die Musiker allerdings alle Kosten selbst tragen und teilweise für ihre Bewerbung zahlen mussten. Andere europäische Länder unterstützten auch in Bremen den Export ihrer Jazzbands deutlich. "Es ist vollkommen unverständlich, dass es ausgerechnet in Deutschland keine ausreichende Exportförderung gibt, durch die wir Musiker uns auf einer solchen Messe zu angemessenen Bedingungen präsentieren können", so Julia Hülsmann, "Es muss ein gemeinsames Ziel aller Beteiligten sein, das zu ändern, damit in Zukunft eine noch größere Anzahl und Vielfalt an Jazz aus Deutschland ins Ausland getragen werden kann."

 

Auf der jazzahead! war die Union Deutscher Jazzmusiker mit einem eigenen Stand vertreten und ihre Vertreter nahmen an mehreren Podien und Gesprächsrunden teil. Die Deutsche Jazz Föderation verlieh den Ehrentitel "Deutsche Jazzbotschafterin" an Julia Hülsmann. Zudem erhielt Hans-Jürgen Linke den Preis für deutschen Jazzjournalismus, dessen Vergabe die Union Deutscher Jazzmusiker unterstützt hatte.