Berlin, 07. November 2015

Der Pianist und Komponist Achim Kaufmann wurde gestern im Rahmen des Jazzfests Berlin mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis 2015 (Deutscher Jazzpreis) geehrt. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der GEMA-Stiftung, der GVL und dem Förderungs- und Hilfsfonds des Deutschen Komponistenverbandes gestiftet. Überreicht wurde der Preis in Form einer Trophäe des Berliner Metallbau­künstlers Wolfgang Seidel von Silke Eberhard, Vorstand der Union Deutscher Jazzmusiker.

Der nach dem im Jahr 2005 verstorbenen Posaunisten Albert-Mangelsdorff benannte Preis ist die wichtigste Auszeichnung für Jazz in Deutschland und wird bereits zum zwölften Mal von der Union Deutscher Jazzmusiker verliehen. Mit Achim Kaufmann wählte die hochkarätig besetzte Jury eine der an- und aufregendsten Persönlichkeiten der europäischen Jazz- und Improvisationsszene.

„Das ist eine große Ehre und unglaubliche Anerkennung. Es ist eine Wertschätzung dessen, was ich im Laufe der Jahre entwickelt habe und für mich etwas ganz Besonderes, da der Preis immer musikalische Persönlichkeiten ausgezeichnet hat, die ihre unverkennbar eigene Sprache gefunden haben und maßgeblich für die Entwicklung des europäischen Jazz sind und waren“, so Achim Kaufmann zum Erhalt des Preises.

Im Anschluss an die von Reinhard Kager gehaltene Laudatio, erlebten die Zuschauer in der bereits seit Wochen ausgebuchten Kassenhalle des Hauses der Berliner Festspiele ein eindrucksvolles Preisträgerkonzert des Trios „grünen“ mit Achim Kaufmann (Klavier), Robert Landfermann (Bass), Christian Lillinger (Drums) und Gabriele Guenther (Stimme) als ‚special guest‘.

Zum Abschluss der Verleihung  wurde in einem spannenden Podiumsgespräch das Thema „Improvisation – Ein Prinzip, drei Perspektiven“ von Julia Neupert (SWR2 Jazzredakteurin), Christopher Dell (Musiker und Architekturtheoretiker) und David P. Schweikard (Philosoph) diskutiert.

Die Veranstaltung fand im Rahmen von und in Zusammenarbeit mit Berliner Festspiele / Jazzfest Berlin statt und wurde live in das Obere Foyer des Hauses der Berliner Festspiele übertragen.

Der von der Union Deutscher Jazzmusiker verliehene Albert-Mangelsdorff-Preis (Deutscher Jazzpreis) wird alle zwei Jahre an herausragende Persönlichkeiten der deutschen Jazzszene verliehen vergeben; zum ersten Mal 1994 aus Anlass des 20jährigen Bestehens der UDJ und des 19. Deutschen Jazz-Forums in Berlin. Der Preis will dem individuellen künstlerischen Aspekt des Jazz Rechnung tragen und hat das Ziel, herausragende und kontinuierliche Leistungen auszuzeichnen.