Berlin, 09. April 2020

Die Deutsche Jazzunion und 17 weitere in der Allianz der Freien Künste zusammengeschlossene Bundesverbände begrüßen die Anerkennung der Lebenshaltungskosten bei der Berechnung von Liquiditätsengpässen zur Beantragung von Corona-Soforthilfe.

Die Allianz der Freien Künste schreibt in einer gemeinsamen Erklärung:

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"Baden-Württemberg sorgt bei der Corona-Soforthilfe für eine faire Regelung
für Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen und kleine Unternehmen. Das
schafft Sicherheit für viele freie Künstler*innen und Unternehmen der Kulturwirtschaft.
Die 18 in der Allianz der Freien Künste vertretenen Verbände finden: Das ist
ein gutes Beispiel!

Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen und für die in kleinen Unternehmen tätigen
Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften können in Baden-Württemberg bei einem durch Corona bedingten Liquiditäts-Engpass auch Lebensunterhaltskosten bis zu einer maximalen Höhe von 1.180 Euro pro Monat aus der Soforthilfe des Bundes bestreiten.

Es handelt sich um einen Pauschalbetrag, der private Miet- und Lebenshaltungskostenkosten abdeckt – zusätzlich zu fortlaufenden Betriebskosten. Dieses Beispiel sollte nun bundesweit Schule machen!

Die Allianz der Freien Künste fordert die Landesregierungen der anderen Bundesländer auf, sich am Beispiel Baden-Württembergs zu orientieren.

Siehe: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/soforthilfe-corona/"

Der Allianz der Freien Künste gehören an:
Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft, der Bund der Szenografen, der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, der Bundesverband Freie Dar­stellende Künste, der Bundesverband Theater im Öffent­li­­­chen Raum, der Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus, der Dachverband Tanz Deutschland, der Deutsche Tonkünstlerverband, die Deutsche Gesellschaft für Elektro­akus­tische Musik, die Deutsche Jazzunion, der Deutsche Kompo­nis­tenverband, der Deutsche Textdichter-Verband, die Ge­sel­lschaft für Neue Musik, die Hans-Flesch-Gesellschaft, der Verband der HörspielRegie, FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland, der Ver­band Deut­scher Pup­pen­theater sowie die Vereinigung Alte Mu­sik.


Kontakt:
ALLIANZ DER FREIEN KÜNSTE
Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin

Sprecher: Stephan Behrmann
Tel.: 0177 / 733 99 28


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Die Deutsche Jazzunion und die Allianz der Freien Künste hatten in einem dringenden Appell an die Politik auf Bundes- und Landesebene eine Anerkennung der Lebenshaltungskosten bei der Coronahilfe sowie eine Vereinheitlichung der entsprechenden Regularien gefordert.

Nikolaus Neuser, Vorsitzender der Deutschen Jazzunion: 
„Wir begrüßen die Initiative Baden-Württembergs und sehen darin ein Best Practice-Beispiel: Die Lebenshaltungskosten müssen bei der Corona-Soforthilfe für selbständige Kunst- und Kulturschaffende in allen Bundesländern angemessen berücksichtigt werden, um der Arbeitswirklichkeit gerecht zu werden!“

Weitere Informationen:

Materialien zum Download: