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"Jazz Now! 2020" - das 25. Jazzforum findet
am 15. und 16. Oktober 2020
in Kooperation mit den Leipziger Jazztagen
im Kunstkraftwerk Leipzig statt!

// Anmeldung jetzt geöffnet bis 01. Oktober 2020 //

Jazz Now! 2020 – Pünktlich zur 25. Jubiläumsausgabe findet das biennale Jazzforum der Deutschen Jazzunion in diesem Herbst unter neuem Namen statt!

Wir laden alle Jazzinteressierten und Jazzschaffenden herzlich ein zu zwei Tagen voller Diskurs, mit anregenden Impulsen und spannenden Konzerten. Im Rahmen der Leipziger Jazztage wird Jazz Now! in diesem Jahr im Kulturkraftwerk Leipzig zu Gast sein.

Coronabedingt wird es bei Jazz Now! 2020 verstärkt digitale und hybride Formate geben: An den hochkarätig besetzten Panels zu aktuellen Fragestellungen, International Talks mit Gästen aus anderen Ländern Europas zum Mitdiskutieren und themenzentrierten Workshops kann sowohl vor Ort als auch per Stream/Videokonferenz teilgenommen werden.
Daneben bietet sich wie immer viel Gelegenheit zum Netzwerken und für informellen Austausch – selbstverständlich unter Berücksichtigung der aktuellen Hygienebestimmungen.

Hier gibt es den Programmflyer zur Jazz Now! im Rahmen der Leipziger Jazztage

Die Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen und Programmpunkten ist bis zum 1. Oktober 2020 möglich.

Hier geht's zur Online-Anmeldung

PROGRAMM

  • Live-Panels
  • DO, 15.Okt. 13:30–15 Uhr ERÖFFNUNGSPANEL DON'T PANIC – ORGANIZE! – Podiumsdiskussion zur Bedeutung von Berufsverbänden für freischaffende Künstler*innen vor dem Hintergrund der Coronakrise

    ERÖFFNUNGSPANEL

    Die Coronakrise zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass Kultur- und Jazzschaffende ihre Kräfte bündeln und im politischen Diskurs mit gemeinsamer Stimme sprechen. Gerade in unserem föderalen System helfen Interessenverbände, nah am politischen Geschehen zu sein und Einfluss zu nehmen – sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene.

     

    Anfang August 2020 haben sich auch in Sachsen Jazzmusiker*innen formiert und einen Landesverband gegründet: den Jazzverband Sachsen. Welche Erwartungen muss eine solche Interessenvereinigung heute erfüllen, und was sind die Gelingensbedingungen? Welche Hürden sind zu meisten, wo liegen Fallstricke?

     

    Vertreter*innen der Deutschen Jazzunion, der Allianz der Freien Künste und des Jazzverbands Sachsen diskutieren mit Kulturpolitiker*innen über die Bedeutung von Berufsinteressenverbänden für freischaffende Künstler*innen und erörtern, welche besondere Bedeutung ihnen speziell in Krisenzeiten zukommt.

     

    Panelgäste:

    Sebastian Haas (Musiker, Jazzverband Sachsen)

    Lena Krause (Allianz der Freien Künste & Geschäftsführerin FREO e.V.)

    Nikolaus Neuser (Musiker, Vorsitzender Deutsche Jazzunion e.V.)

    Vertreter*in aus der Bundeskulturpolitik N.N

    Vertreter*in Landeskulturpolitik N.N.

     

    Moderation: Arndt Weidler (Jazzinstitut Darmstadt)

     

     

    Sebastian Haas

     Sebastian Haas, 1988 in Bingen am Rhein geboren, studierte Jazztrompete bei Till Brönner und Malte Burba in Dresden. Er ist als Hochschullehrer an der Hochschule für Musik in Dresden und unterrichtet Jazztrompete am sächsischen Landesgymnasium für Musik. Als Mitglied der Profibigband Spielvereinigung Süd aus Leipzig sowie Leiter mehrerer Bigbands ist das Arbeiten mit und in großen Ensembles seine Profession.

    Kulturpolitisch engagiert er sich als Vertreter der Lehrbeauftragten an sächsischen Musikhochschulen und als 1. Vorsitzender des Jazzverband Sachsen e.V.

     

    Lena Krause

    Lena Krause (*1988, Stuttgart) ist seit 2019 Geschäftsführerin von FREO - Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V.. Sie studierte Musiktheaterwissenschaften an der Universität Bayreuth sowie Theater- und Orchestermanagement an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Berufliche Stationen führten sie als Geschäftsführerin des Atelier Neue Musik an die Hochschule für Künste Bremen und anschließend als Managerin und Produktionsleiterin des ensemble mosaik nach Berlin. Die Gründung und den Aufbau des FREO e.V. begleitete sie seit 2016. 2017 war sie Gründungsmitglied der Allianz der Freien Künste, deren Interessen sie bis 2019 als Sprecherin vertrat. Seit 2012 verbindet sie außerdem eine enge Zusammenarbeit mit dem Internationalen Musikinstitut Darmstadt und den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik. 

    Sie ist Spezialistin für den Bereich der freien Kunst- und Kulturszene, mit einem Fokus auf den spezifischen organisatorischen und wirtschaftlichen Arbeitsbedingungen sowie sozialen und politischen Rahmenbedingungen selbstständiger Künstler*innen und Kulturschaffender (Solo-Selbstständige) und frei organisierter Klangkörper.

    (Foto © Julia Bornkessel)

     

    Nikolaus Neuser

    Nikolaus Neuser wurde 1972 geboren und lebt in Berlin. Er ist ausübender Künstler und Musikpädagoge. Von 2013 bis 2016 war er Vorsitzender der IG Jazz Berlin sowie Mitglied im Sprecherkreis der Koalition der Freien Szene Berlin. Neuser studierte an der Folkwang-Hochschule in Essen Trompete bei Uli Beckerhoff. Sein Interesse gilt vor allem Grenzbereichen zwischen Jazz, freier Improvisation und transdisziplinären Projekten.

    Neuser arbeitet aktuell unter anderem im Quintett mit Silke Eberhard, Gerhard Gschlößl, Johannes Fink, Bernd Oezsevim, im Trio mit Richard Scott und Alexander Frangenheim sowie im Duo mit Florian Juncker. Er ist Mitglied zahlreicher Ensembles wie dem Hannes Zerbe Jazz Orchester, Potsa Lotsa, den Fun Horns, dem Berlin Jazz Orchestra und dem Berlin Improvisers Orchestra. Er hat mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern wie Matana Roberts, Ernst-Ludwig Petrowsky, Paul Kuhn, Peter Fox gearbeitet und ist auf über 50 CDs zu hören. Seine Konzerttätigkeit führte ihn bis nach Südost- und Zentralasien, nach Nordafrika, in den Nahen Osten und nach Südamerika. 2005 lehrte Neuser als Gastprofessor in Bogotá.

    (Foto: Silke Eberhard)

     

    Arndt Weidler

    Arndt Weidler studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Sozialpsychologie. Während des Studiums arbeitete er zunächst als Tourbegleiter, gründete später eine eigene Künstleragentur und organisierte nebenher Clubkonzerte und Festivals zwischen Blues-, Jazz- und Gospelmusik. Seit 1998 ist er für die Veranstaltungen sowie für den Informations- und Servicebereich des Jazzinstituts Darmstadt zuständig. Zu seinen vielfältigen Tätigkeiten gehört auch die fachliche Beratung in Gremien- und Jurys. Neben einer Vielzahl anderer Projekte, betreute Arndt Weidler für das Jazzinstitut die Erstellung der “Jazzstudie 2016 – Lebens- und Arbeitbedingungen von Jazzmusiker/innen in Deutschland”.

  • DO, 15.Okt. 17–18.30 Uhr FACHGESPRÄCH JAZZPILOT*INNEN Früh übt sich... – Wie Grundlagen für Demokratie- und Diskursfähigkeit durch musisch-kreative Angebote gefördert werden können

    Gesellschaftliche Umwälzungen und globale Krisen stellen uns alle vor große Herausforderungen. Den allgegenwärtigen Verlockungen des Populismus, auf komplexe Fragestellungen einfache Antworten zu geben, muss entschieden entgegengetreten werden – denn die vermeintlichen Lösungen setzen allzu oft auf soziale Abgrenzung, Protektionismus und überzeichnete Feindbilder.

     

    Besonders wichtig erscheint es dabei, Kinder und Jugendliche zu befähigen, Unwägbarkeiten auszuhalten und Veränderung nicht pauschal als bedrohlich zu empfinden. Dafür werden neue Ansätze gesucht. In diesem Fachgespräch erörtern Vertreter*innen unterschiedlicher Bildungsprojekte, wie und weshalb kulturelle und kreative Ansätze dazu beitragen können, junge Menschen für politische Teilhabe zu sensibilisieren und sie darin zu unterstützen, zu einem friedlichen gesellschaftlichen Miteinander beizutragen.

     

    Panelgäste:

    Isabell Köster ("Gedankenflieger - Philosophieren mit Kindern")

    Dr. Rolf Johnen (Traumafokussierte Kreativarbeit – Projektbereich von StadtLandKultur)

    Dorothee Janssen (Spielen in der Stadt e.V.)

    Vertreter*in aus der politischen Bildung N.N.

     

    Moderation: Alexandra Lehmler (Musikerin, Vorstand Deutsche Jazzunion)

     

     

    Isabell Köster

    Isabell Köster ist Kulturwissenschaftlerin mit besonderem Interesse für Sprache und Kommunikation. Als Projektleiterin des Jungen Literaturhaus Hamburg engagiert sie sich für Lese- und Sprachförderung, organsiert Lesungen und Schreibworkshops für Kinder und Jugendliche aller Schulformen. Seit mehr als 10 Jahren begleitet sie ihr Lieblingsprojekt "Gedankenflieger - Philosophieren mit Kindern", führt mittlerweile selbst philosophische Gespräche mit Kindern und gibt Fortbildungen für PädagogInnen.

     

     

     

     

     

    Dorothee Janssen

    Dorothee Janssen ist Choreografin und Tanzpädagogin. Seit 15 Jahren tanzt sie mit Menschen jeden Alters, mit Menschen mit und ohne körperlichen/ geistigen Beeinträchtigungen, mit und ohne Flucht-/Migrationshintergrund. Für den Verein Spielen in der Stadt e.V. in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München leitet sie Projekte zur künstlerischen Erinnerungsarbeit mit Jugendlichen. Das Projekt „stranger than“ wurde 2018 mit dem BKM Preis Kulturelle Bildung des Staatsministeriums für Kultur und Medien ausgezeichnet.

    (Foto: www.florianhammerich.com)

     

     

     

     

    Rolf Johnen

    Geboren 1941. - Nach dem Medizinstudium Arbeit und Promotion in der Abteilung für Biochemie der Universität Bonn. Drei Jahre Leitung der Abteilung „Klinische Entwicklung Osteuropa“ eines Arzneimittelkonzerns. Sechs Jahre Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie an der Universität Tübingen. 15 Jahre Chefarzt für Innere Medizin und ärztlicher Direktor einer großen psychosomatischen Klinik. In dieser Zeit berufsbegleitend Weiterbildung zum Psychoanalytiker und Facharzt für psychotherapeutische Medizin. Von 1999-2017 niedergelassener Arzt für psychotherapeutische Medizin in Calw. Seit 2016 liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit im Aufbau eines Netzwerks zur psychotherapeutischen Versorgung von Kriegsflüchtlingen im Kreis Calw. – Wissenschaftliche Arbeiten zu den Themen „Körperwahrnehmungsmethoden“ und „Subjektive Anatomie“.

     

    Alexandra Lehmler

    Alexandra Lehmler ist Saxophonistin und lebt in Mannheim. Mit ihren eigenen Projekten ist sie im In- und Ausland unterwegs.

    Sie engagiert sich politisch regional und überregional in verschiedenen Vereinigungen und gibt Workshops und Konzerte für Kinder und Jugendliche. 2014 erhielt sie den Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg, 2018 den Neuen Deutschen Jazzpreis im Bereich Komposition.

    (Foto: Felix Groteloh)

  • FR, 16. Okt. 16–17.3O Uhr ABSCHLUSSPANEL VIELFALT WAGEN – Gender & Diversity im Jazz. Podiumsdiskussion mit Präsentation der Publikation »GENDER.MACHT.MUSIK«

    ABSCHLUSSPANEL

    Zur Jazz Now! 2020 in Leipzig wird die maßgeblich von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien finanzierte und von der Deutschen Jazzunion herausgegebene Publikation „Gender.Macht.Musik. – Geschlechtergerechtigkeit im Jazz“ veröffentlicht. Dies markiert ein wichtiges Etappenziel des Projektbereichs „Gleichstellung im Jazz“, der nach Veröffentlichung der „Gemeinsamen Erklärung zur Gleichstellung von Frauen im Jazz“ zum Jazzforum 2018 in Hannover eingerichtet worden war.

     

    Zum Abschluss der Jazz Now! möchten wir zugleich den Startpunkt für den neuen Projektbereich „Gender & Diversity“ setzen und damit die Themen Chancengleichheit und Benachteiligung im Jazz konsequent weiterdenken. Auf diesem Panel sollen mit Musiker*innen, Kulturschaffenden und Interkulturexpert*innen jazzspezifische Diversity und damit einhergehende Herausforderungen beleuchtet sowie entsprechende Maßnahmen diskutiert werden, mit denen die Jazzszene in Deutschland inklusiv(er) gestaltet werden kann.

     

    Panelgäste:

    Erik Leuthäuser (Sänger)

    Özcan Karadeniz (Geschäftsführer Verband binationaler Familien und Partnerschaften – Leipzig)

    Pamela Owusu-Brenyah (Vorstand Music Women Germany, Founder/CEO AFRO x POP)

    Dr. Laura Block (Projektleiterin Gleichstellung Deutsche Jazzunion)

     

    Moderation:

    Bettina Bohle (Projektleiterin Gender & Diversity Deutsche Jazzunion)

     

     

     

    Erik Leuthäuser

    Erik Leuthäuser (* 26. Juni 1996 in Freital) ist ein deutscher Jazzsänger und Komponist, der im Grenzbereich von Jazz und Experimental Pop arbeitet und dabei vermehrt die deutsche Sprache einsetzt. Die Jazzsängerin Esther Kaiser beschreibt ihn als „überaus begabten und originellen jungen Musiker, der den Begriff des Jazzsängers im eigentlichen Sinne wieder neu und frisch belebt.“

     

     

     

     

     

    Özcan Karadeniz

    Politikwissenschaftler, Systemischer Berater, langjähriger Trainer und Referent im Bereich rassismuskritischer und politischer Bildungsarbeit im Kontext von Migration, Diversity und Empowerment.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Pamela Owusu-Brenyah

     

     

    Dr. Laura Block

    Laura Block ist promovierte Sozialwissenschaftlerin und seit Januar 2019 als Projektleiterin für den Themenbereich Gleichstellung  im Jazz zuständig. Die Themen Gender und Geschlechtergerechtigkeit sowie Familien- und Gleichstellungspolitik beschäftigen sie als Projektkoordinatorin bei der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen und Vorstandsmitglied des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften.

    Als Musikerin und Kulturveranstalterin ist Laura zudem mit den Freuden und Herausforderungen freischaffender Künstler*innen bestens vertraut. In ihrer Funktion als Projektleiterin Gleichstellung im Jazz bei der Deutschen Jazzunion betreut sie unter anderem eine wissenschaftliche Nachauswertung der Jazzstudie 2016 unter Aspekten der Geschlechtergerechtigkeit. Darüber hinaus unterstützt sie den Vorstand und die Mitglieder in allen weiteren Anliegen rund um die Themen Gleichstellung und Diversität.

     

    Bettina Bohle

    Bettina Bohle ist promovierte Klassische Philologin. Sie studierte Musik(wissenschaft), Altgriechisch und Philosophie in Glasgow, Greifswald, Padua und London und lebt mit ihrer Familie (einem Jazztrompeter und der gemeinsamen Tochter) nun wieder in ihrer Geburtsstadt Berlin.
    Als Wissenschaftlerin sind ihr Diskriminierungen wohl vertraut: die Professorinnenquote in Deutschland ähnelt der Anzahl von Musikerinnen im Bereich Jazz. Sie begründete verschiedene Initiativen zur Förderung von Philosophinnen mit und engagiert sich seit deren Gründung in der AG Gleichstellung der Deutschen Jazzunion.

    Zum Jazz kam Bettina über die Organisation von Hauskonzerten und den Jazzblog JAZZAffine, den sie immer noch betreibt. Seit 2013 war sie im Vorstand und später in der Geschäftsführung der IG Jazz Berlin aktiv. Im Rahmen ihrer Tätigkeit für die IG Jazz Berlin hat Sie ein Förderinstrument für Musikerinnen mitentwickelt, das auf der Website des Berliner Senats zu finden ist. Im Rahmen des Projekts „Gender & Diversity“, das auf den bisherigen Aktivitäten der Deutschen Jazzunion zu Gleichstellungsthemen aufbaut, entwickelt sie als Projektleiterin ein Konzept für eine Mobile Akademie zu diesem Themenkomplex. (Foto: © Lena Ganssmann)

  • INTERNATIONAL TALKS DO 15. OKT ONLINE 15.15–16.45 UHR
  • EU-COPYRIGHT POLICY AND MUSIC STREAMING QUESTIONS AND ANSWERS FOR JAZZ CREATORS

    In the last years we witness an increasing traffic on online music platforms. Streaming has become a big part of the music business. Business? How about compensations, licenses, fees? What do jazz creators need to know about new regulations in copyright? We want to talk about this to copyright experts from European countries.

     

    To join the talk you will find at this place a Zoom-link the day of the talk.

     

    Moderation: Christina Fuchs (musician, member of the board of the Deutsche Jazzunion)

     

    Christina Fuchs

    Christina Fuchs wurde 1963 in München geboren und wuchs in Freiburg auf, wo sie Germanistik und Geschichte studierte. Ihre musikalischen Interessen führten sie in den Achtzigerjahren nach Köln. Sie studierte dort Komposition bei Joachim Ullrich und Siegfried Koepf. Ab 1999 setzte sie ihre Studien in New York bei Maria Schneider, Jim McNeely und Michael Abene, sowie George Russell in Boston fort.

    Fuchs wurde mit nationalen und internationalen Kompositionspreise wie dem WDR Jazzpreis 2014 ausgezeichnet. Sie arbeitete in Leitungsfunktion mit der NDR und der WDR Big Band, lange Jahre mit dem United Women’s Orchestra sowie dem Christina Fuchs/Soundscapes Orchestra. Für den WDR hat Christina Fuchs etliche Filmmusiken geschrieben.  Als Saxofonistin und Klarinettistin leitet sie federführend die Ensembles “No Tango Quartet”, “No Tango & Strings”, „Flux Music” und “KontraSax”.

  • DIVERSITY IN JAZZ European Perspectives

    The pursuit of diversity in society and, consequently, also in cultural organisations and art
    endeavours has gained strength throughout the last years. Nonetheless, how to achieve true diversity and what this entails is still widely discussed. This talk will look at different approaches to diversity in jazz organisations in different European countries, present best practice examples and discuss measures to be taken.

     

    Moderation: Bettina Bohle (project manager Gender & Diversity Deutsche Jazzunion)

     

    Bettina Bohle

    Bettina Bohle ist promovierte Klassische Philologin. Sie studierte Musik(wissenschaft), Altgriechisch und Philosophie in Glasgow, Greifswald, Padua und London und lebt mit ihrer Familie (einem Jazztrompeter und der gemeinsamen Tochter) nun wieder in ihrer Geburtsstadt Berlin.
    Als Wissenschaftlerin sind ihr Diskriminierungen wohl vertraut: die Professorinnenquote in Deutschland ähnelt der Anzahl von Musikerinnen im Bereich Jazz. Sie begründete verschiedene Initiativen zur Förderung von Philosophinnen mit und engagiert sich seit deren Gründung in der AG Gleichstellung der Deutschen Jazzunion.

    Zum Jazz kam Bettina über die Organisation von Hauskonzerten und den Jazzblog JAZZAffine, den sie immer noch betreibt. Seit 2013 war sie im Vorstand und später in der Geschäftsführung der IG Jazz Berlin aktiv. Im Rahmen ihrer Tätigkeit für die IG Jazz Berlin hat Sie ein Förderinstrument für Musikerinnen mitentwickelt, das auf der Website des Berliner Senats zu finden ist. Im Rahmen des Projekts „Gender & Diversity“, das auf den bisherigen Aktivitäten der Deutschen Jazzunion zu Gleichstellungsthemen aufbaut, entwickelt sie als Projektleiterin ein Konzept für eine Mobile Akademie zu diesem Themenkomplex. (Foto: © Lena Ganssmann)

  • ECOLOGICAL AWARENESS IN LIVE JAZZ BUSINESS

    Based on the French initiative »Pour une écologie de la musique vivante«, this international talk aims at creating a Europe-wide movement towards a more ecological and sustainable live jazz business. How can we rethink both local gigs and international touring? What habits do we need to break? How can we pool together to make the greatest eco-political impact?

     

    Moderation: Benjamin Schaefer (musician, member of the board of the Deutsche Jazzunion)

     

    Benjamin Schaefer

    Benjamin Schaefer (geb. 1981) studierte von 2001 bis 2008 Jazzklavier und Komposition an der Kölner Musikhochschule bei Frank Wunsch, Hans Lüdemann, John Taylor und Joachim Ullrich. Er war Mitglied des Landesjazzorchesters NRW und des Bundesjazzorchesters (BuJazzO). Tourneen dieser und anderer Formationen führten ihn bereits in zahlreiche europäische Länder sowie nach Russland, Südafrika, in die Ukraine, die USA und durch sieben Länder Zentralamerikas.

    Auf seine Debüt-CD “Shapes & Colours” (2004, Double Moon/ Jazzthing Next Generation) folgten zwei Veröffentlichungen für das renommierte Label Enja – “Roots and Wings” (2008) und “Beneath the Surface” (2010). Alle Alben erfreuten sich national wie international bester Kritiken.
    Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitet Benjamin Schaefer seit 2009 als Dozent für Jazz-Klavier an der HfMT Köln.

  • WORKSHOPS FR 16. OKT ONLINE
  • 12.30–13.15 Uhr NOTATIONSSOFTWARE »SIBELIUS« für Einsteiger*innen MIT WOLFGANG WIERZYK

    Sibelius ist bei Arrangeur*innen, Komponist*innen und in Verlagen zum Standard der Notenverarbeitung geworden. Im Workshop wird die Bandbreite des Programms gezeigt: Das reicht von der einfachen und intuitiven Noteneingabe, Akkordsymbole setzen, Liedtext eingeben, spezielle Zeichen ergänzen bis hin zur Layout-Gestaltung. Auch die Einbindung von Klangerzeugern sowie das Im- und Exportieren von Grafiken wird gezeigt. Die „dynamische Partitur“, die für jede Partitur-Stimme unterschiedliche Layouts ermöglicht, ist eine weitere wichtige Besonderheit in Sibelius. Außerdem wird das mit Sibelius verbundene Notenscann-Programm Photo-Score in seinen Grundfunktionen vorgestellt.

     

    Wolfgang Wierzyk

    Wolfgang Wierzyk ist Lehrer für elektronische Tasteninstrumente und Klavier an einer städtischen Musikschule. Lehraufträge an der Musikhochschule Hannover und an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen. Dozent verschiedener Workshops beim VDM. Arbeit als Pianist, Komponist und Arrangeur für Theater und Verlage. Mitarbeiter der Zeitschrift KEYBOARDS und Sound&Recording, Schwerpunkt: Pop - und Jazz-Transkriptionen, Hardware- und Software-Tests.  Herausgeber von Unterrichtswerken im Bereich Klavier (Blues&Boogie Methode im Schott-Verlag) und Keyboard (Keyboard Konkret im AMA-Verlag) sowie diverser Spielhefte.

  • 12.30–13.45 Uhr GENDER.MACHT.MUSIK. Vorstellung der Studienergebnisse zur Geschlechter-Gerechtigkeit im Jazz MIT LAURA BLOCK

    Das Thema Geschlechtergerechtigkeit beschäftigt die Jazzszene – nicht nur in Deutschland – seit einiger Zeit. Pünktlich zum Jazzforum veröffentlicht die Deutsche Jazzunion nun die neue Publikation „Gender.Macht.Musik. Geschlechtergerechtigkeit im Jazz“ mit geschlechtsspezifischen Nachauswertungen der Jazzstudie 2016 sowie der Mitgliederumfrage 2018. Im Workshop werden die wichtigsten Ergebnisse der Studie präsentiert und gemeinsam diskutiert, was daraus für die Jazzszene zu folgern ist.

    Mit: Dr. Laura Block (Projektleitering Gleichstellung Deutsche Jazzunion)

     

    Dr. Laura Block

    Laura Block ist promovierte Sozialwissenschaftlerin und seit Januar 2019 als Projektleiterin für den Themenbereich Gleichstellung  im Jazz zuständig. Die Themen Gender und Geschlechtergerechtigkeit sowie Familien- und Gleichstellungspolitik beschäftigen sie als Projektkoordinatorin bei der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen und Vorstandsmitglied des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften.

    Als Musikerin und Kulturveranstalterin ist Laura zudem mit den Freuden und Herausforderungen freischaffender Künstler*innen bestens vertraut. In ihrer Funktion als Projektleiterin Gleichstellung im Jazz bei der Deutschen Jazzunion betreut sie unter anderem eine wissenschaftliche Nachauswertung der Jazzstudie 2016 unter Aspekten der Geschlechtergerechtigkeit. Darüber hinaus unterstützt sie den Vorstand und die Mitglieder in allen weiteren Anliegen rund um die Themen Gleichstellung und Diversität.

  • 12.30–13.45 Uhr WAS LEISTET DIE KSK? MIT MONIKA HEINZELMANN

    Mit der Künstlersozialversicherung wird ein wichtiger Beitrag zur sozialen Absicherung der selbständigen Künstler*innen und Publizist*innen geleistet. Informieren Sie sich über die Zugangsvoraussetzungen und über die Besonderheiten dieses Versicherungssystems. Wir wollen uns u. a. mit folgenden Fragen beschäftigen: Für wen kommt eine KSK-Mitgliedschaft in Frage? Wann muss ich mich versichern? Was muss gezahlt werden? Was darf aus nicht künstlerischer Tätigkeit hinzuverdient werden?

    Fragen aus dem Teilnehmer*innenkreis werden gerne beantwortet.

    Referentin: Monika Heinzelmann (Referatsleiterin im Bereich Grundsatz und Wissensmanagement Künstlersozialkasse)

     

    Monika Heinzelmann

    Monika Heinzelmann, 60 Jahre, verheiratet. Bis 1982 Mitarbeiterin der DRV Oldenburg-Bremen (ehemals LVA Oldenburg-Bremen) u. a. in der Auskunfts- und Beratungsstelle in Wilhelmshaven.

    Seit 1983 bei der Künstlersozialkasse – zunächst Gruppenleiterin und Referatsleiterin im Versichertenbereich, seit 2010 Referatsleiterin im Bereich Grundsatz und Wissensmanagement.

  • 14.00–15.15 Uhr STUDIOSOFTWARE »LOGIC« für Einsteiger*innen MIT CHRISTOPH SCHLIMBACH

    Der Workshop soll die Grundlagen der Software Logic Pro im Hinblick auf akustische Produktionstechniken erläutern.
    In diesem Zusammenhang betrachten wir auch grundlegende Mikrofonierungsstrategien, Monitoring bei der Aufnahme sowie Grundlagen der Mischung und des Masterings. Außerdem soll der Einsatz von MIDI-Elementen beleuchtet werden.

     

    Christoph Schlimbach

    1998-2003: Uni Köln: Studium Musikwissenschaft/ Phonetik/ Sprachliche Informationsverarbeitung
    1999-2003: Studiobühne Köln: Licht-/Tontechniker, ab 2001 technische Leitung
    2003-2010: Udk Berlin: Studium Tonmeister (Abschluß mit Diplom)
    2004-2010: Tonmeister bei Audiozoo Berlin
    Seit 2008: Tonmeister im GREVE STUDIO Berlin
    Seit 2018: Dozent für Musikübertragung an der SRH Hochschule der populären Künste

    Schwerpunkte: Musikproduktion, Theater

  • 14.00–15.15 Uhr (SELF-)PUBLISHING – Wofür brauche ich Labels, Verlage, GEMA, GVL, ISRC-/Labelcodes, Digitalvertrieb etc. MIT NILS WOGRAM

    Seit 2010 betreibe ich das Label nwog records und habe viele Erfahrungen gesammelt. Ich werde Euch erzählen was meine Beweggründe waren und auf was ich geachtet habe bei der Gründung. Ihr könnt mich auch alles Fragen.

    Referent: Nils Wogram (Musiker, Labelbetreiber)

     

    Nils Wogram

    Nils Wogram gilt als einer der wichtigsten europäischen Jazzmusiker . Er tritt bei zahlreichen Festivals auf und tourt weltweit mit seinen Bands und als Solist. Bekannt wurde Nils Wogram vor allem durch seinen virtuosen Posaunenstil, seine originellen Kompositionen und den unverwechselbaren Klag seiner langjährigen Bands.
    Im Jahre 2010 gründete Nils Wogram sein eigenens Label nwog-records auf dem er seine Alben veröffentlicht Nils Wogram wurde mit dem Albert-Mangelsdorff Preis ausgezeichnet. 
     

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Rückblick: 24. UDJ-Jazzforum am 11. und 12. Oktober 2018 im Pavillon Hannover

Vom 11. bis 12. Oktober 2018 fand im Pavillon Hannover das 24. UDJ-Jazzforum erfolgreich statt.

>>> Foto-Album des 24. UDJ-Jazzforums

>>> Pressemitteilung: Politik und Jazzszene treten für Spielstätten und Gleichstellung ein

>>> Das 24. UDJ-Jazzforum in der Presse:

>>> Veranstaltungsflyer mit Programmübersicht als PDF-Download.

>>> Programmheft als PDF-Download.